neues zur telemedicus #soko17

die webseite der #soko17 von telemedicus wurde heute gelaunscht 🙂
 
ich habe die ehre, dort auch vortragen zu duerfen! kommt alle, es wird grande!

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#netzdg

Das Bundesjustizministerium hat einen höchst fragwĂŒrdigen Entwurf eines „Netzwerkdurchsetzungsgesetzes” zur BekĂ€mpfung von „Hate Speech” und „Fake News” angekĂŒndigt. Der Entwurf ist gestern von Netzpolitik.org geleakt worden (PDF).

Letztlich geht es um die Regulierung von “Hatespeech” und “Fake News”. Der Ansatz ist sicherlich richtig. Im Strafrecht gibt es lange bestehende Vorschriften, die beispielsweise Beleidigung oder Üble Nachrede mit Strafe belegen. Warum also nicht auch spezielle Vorschriften im Internet einfĂŒhren? (Wobei man auch hier schon zweifeln kann…) Die Umsetzung ist dann allerdings wieder eine andere Sache.

Wichtige Eckpunkte des Gesetzes:

  • Es gilt nur fĂŒr ein kommerzielles soziales Netzwerk mit mehr als zwei Millionen Nutzern.
  • Offensichtlich rechtswidrige Inhalte sind innerhalb von 24 Stunden zu sperren oder zu löschen.
  • Zuwiderhandlungen können Entwurf zufolge mit Bußgeldern von bis zu fĂŒnf Millionen Euro gegen verantwortliche Personen und bis zu 50 Millionen gegen das Unternehmen selbst geahndet werden

Schon hier kann man sich fragen: Kann man daran den Anwendungsbereich ausreichend genau bestimmen? Was ist im Zweifelsfall “offensichtlich” rechtswidrig und aus wessen Sicht beurteilt man das? Sind diese Strafen angemessen und wie setzen sie sich zusammen?

Kollege Simon Assion hat bei Telemedicus einen aufschlussreichen Artikel dazu verfasst. Unter’m Strich sieht die Sache relativ eindeutig grundgesetz- und europarechtswidrig aus. Als nĂ€chstes ist der Bundesrat dran, man darf gespannt sein.

#kurzma: zum fortschritt von “ki”

letztens hieß es noch:

Die KĂŒnstliche Intelligenz hat es inzwischen geschafft, den Menschen in sĂ€mtlichen Spielen der Welt zu schlagen – nur in einem nicht: dem Pokern. (…) Die Computer-Algorithmen könnten keine emotionale und keine soziale Intelligenz entwickeln, sagte Wahlster. Ihnen gelinge es nicht, ein Pokerface aufzusetzen, geschweige denn zu bluffen.

neuerdings heißt es:

(…) haben die Forscher um Bowling einen Aufsatz veröffentlicht, der darlegt, dass eine Deepstack genannte Poker-Software in einer mehrwöchigen Testphase Ende letzten Jahres bereits geschafft hat, was Libratus jetzt in Pittsburgh zu erreichen sucht: menschliche Spieler klar zu besiegen.

warum das so ist, steht hier. nĂ€chste hĂŒrde: fußball! (we shall see…)

vortrag von der DSRI online

auch dieses jahr habe ich wieder an der DSRI herbstakademie teilgenommen. es war wie immer kurzweilig und lehrreich und es hat spass gemacht, sich mit so vielen klasse kollegen auszutauschen. mein vortrag zum thema “Vertrags- und haftungsrechtliche Fragen der Vernetzung autonomer Systeme” ist mittlerweile online:

http://dsrinas.synology.me/herbstakademie/ha16/HA_16_PPP_64_Pieper_20160917_1152/HA_16_PPP_64_Pieper_20160917_1152.html

fĂŒr den zugrunde liegenden beitrag hatte ich die ehre, den diesjaehrigen “best paper award” in empfang nehmen zu duerfen. viel spass mit dem video und diesem aeusserst interessanten thema!

WochenrĂŒckblick: Softwareverkauf, Museumsfotos, G10

Neuer WochenrĂŒckblick bei Telemedicus:

+++ EuGH: Wei­ter­ver­kauf von Soft­ware nur mit Ori­ginal-Daten­trÀger

+++ LG Stuttgart: Wikipedia-Nutzer muss Museumsfotos löschen

+++ BVerfG: G10-Kommission nicht parteifÀhig

+++ GStA Koblenz: Beschwerde Erdogans im Fall Böhmermann erfolgos

+++ Kein Anspruch auf stĂ€ndig neues Smartphone bei Mobilfunkvertrag „mit Handy”